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SIBO und Ballaststoffe

Vielen Menschen mit SIBO (SIBO steht für “Small Intestinal Bacterial Overgrowth” also eine Dünndarmfehlbesiedlung , dies ist eine bakterielle Falschbesiedelung des Dünndarms) wurde beigebracht, Ballaststoffe zu fürchten, aber die Beziehung zwischen Ballaststoffen und SIBO ist tatsächlich viel komplizierter als einfach nur "gut" oder "schlecht". Lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr!

SIBO als Ungleichgewicht der Darmflora (Dysbiose)

Für Uneingeweihte: SIBO bedeutet, dass sich Bakterien, die sich normalerweise im Dickdarm befinden, im Dünndarm ansammeln und dort alle möglichen Probleme verursachen, darunter unangenehme Magen-Darm-Beschwerden und Mangelernährung [1].

 

Im Grunde genommen ist SIBO eine Form der Dysbiose. Eine Dysbiose ist ein Ungleichgewicht oder eine Schädigung des Darmmikrobioms und manifestiert sich im Allgemeinen in drei Stadien [2]:

 

Ein Ungleichgewicht zwischen guten und schlechten Bakterien führt zu einem geschwächten, weniger vielfältigen Darmmikrobiom.

Der Verlust der Vielfalt führt zu geschädigtem Darmgewebe, was eine erhöhte Durchlässigkeit zur Folge hat. 

Eine erhöhte Durchlässigkeit des Darms, auch Leaky Gut genannt, führt zur Freisetzung von Darminhalt in den Blutkreislauf, was leichte bis schwere chronische Entzündungen verursachen kann. 

 

Und wie Sie vielleicht wissen, sind chronische Entzündungen die Ursache für alle Arten von Gesundheitsproblemen und Krankheiten, die nicht auf den Darm zurückzuführen sind [4, 5]. Aus diesem Grund ist die Behandlung der Dysbiose der Schlüssel zur Erhaltung und Verbesserung der allgemeinen Gesundheit. Bei SIBO ist die Dysbiose in erster Linie ortsabhängig, da sich die normalerweise nützlichen Bakterien dort ansammeln, wo sie nicht hingehören, und so Chaos anrichten. 

 

Das macht den Umgang mit SIBO schwierig, denn einerseits müssen die Bakterien im Dünndarm verschwinden, andererseits kann eine zu starke Konzentration auf die Beseitigung dieser Bakterien das Darmmikrobiom schädigen, was langfristig zu einer noch schlechteren allgemeinen Gesundheit führt.

Die Verbindung zu Ballaststoffen

An dieser Stelle kommen die Ballaststoffe ins Spiel. Da präbiotische lösliche Ballaststoffe die Lieblingsspeise vieler Darmbakterien sind, besteht ein wichtiger Teil der Behandlung von SIBO oft darin, ballaststoffreiche und FODMAP-reiche Lebensmittel einzuschränken oder sogar ganz zu eliminieren, um die Bakterien im Dünndarm auszuhungern. Dies bringt zwar oft kurzfristige Erleichterung, ist aber keine wirksame Langzeitstrategie, denn Ihr Darmmikrobiom ist AUCH auf lösliche Ballaststoffe angewiesen und braucht sie zum Gedeihen!

Wenn Sie zum ersten Mal von FODMAPs hören, können Sie hier mehr darüber erfahren. 

 

Wenn Sie nämlich lösliche Ballaststoffe zu sich nehmen, wandeln Ihre freundlichen Darmbakterien sie in kurzkettige Fettsäuren um, die nicht nur für die allgemeine Gesundheit, sondern auch speziell für die Heilung Ihres Darms wichtig sind [2, 6, 7]. Butyrat zum Beispiel, eine der wichtigsten SCFAs (SCAFs = short chain fatty acids, also kurzkettige Fettsäuren), wirkt auf allen drei Stufen der Dysbiose! Hier sind nur einige der Gründe, warum Butyrat ein Superheld für Ihren Darm ist:

 

  • Butyrat (Salze bzw. Fette der Buttersäure) bringt die Populationen Ihrer Darmmikroben wieder ins Gleichgewicht.
  • Es unterstützt die nützlichen Darmkeime UND unterdrückt die schädlichen.
  • Studien zeigen, dass Butyrat die Durchlässigkeit des Darms umkehrt und die Freisetzung von Giftstoffen in den Blutkreislauf verringert [2, 8].

Wie Sie also sehen, ist eine ausreichende Zufuhr von Ballaststoffen für eine langfristige Darmgesundheit unerlässlich. Wenn Sie an SIBO erkrankt sind, erscheint Ihnen das alles vielleicht etwas widersprüchlich. Wie kann man genügend Ballaststoffe zu sich nehmen, wenn man sie gleichzeitig einschränken soll? Aber keine Sorge! Sie können in der Tat Ihr SIBO effektiv in den Griff bekommen UND all die erstaunlichen Vorteile nutzen, die Ballaststoffe zu bieten haben.

Die Reise zu einem gesünderen Darm

1. Ist es SIBO… oder etwas anderes?
Der erste Schritt besteht darin, sicherzustellen, dass Sie die richtige Diagnose erhalten. Bei manchen Menschen wird fälschlicherweise SIBO diagnostiziert, obwohl sie eigentlich eine andere Erkrankung haben. Außerdem kann SIBO selbst ein Symptom einer zugrundeliegenden Erkrankung sein. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt konsultieren, um das genaue Problem zu ermitteln.

 

2. Ballaststoffe sind Ihr Freund.
Auch wenn Sie an SIBO leiden, sollten Sie wissen, dass Sie bestimmte Mengen an Ballaststoffen und FODMAPs vertragen, aber es gibt Einschränkungen! Um einen SIBO-geschädigten Darm wieder auf Kurs zu bringen, sollten Sie diese Faustregeln beachten:

 

  • Mit einer FODMAP-armen Diät können Sie systematisch Lebensmittel ausschließen und wieder einführen, um Ihre Empfindlichkeiten herauszufinden und die einzigartigen Stärken und Schwächen Ihres Darms kennenzulernen.
  • Basierend auf Ihren Ergebnissen können Sie dann schrittweise Ihre Ballaststoff- und FODMAP-Zufuhr erhöhen. Gehen Sie es langsam an, und denken Sie daran, immer auf Ihren Körper zu hören und ihn immer wieder neu zu justieren und an Ihre Bedürfnisse anzupassen.
  • Wählen Sie vor allem am Anfang Ballaststoffformen, die ein geschädigter Darm leichter verkraften kann. Gekochtes oder leicht gedünstetes Gemüse ist zum Beispiel schonender für den Darm als sein rohes Gegenstück. 

 

Auch wenn die Heilung eines geschädigten Darms ein entmutigender Weg sein kann, hat Ihnen dieser Artikel hoffentlich gezeigt, dass Sie die Hoffnung nicht verlieren sollten. Lesen Sie den folgenden Artikel, um mehr darüber zu erfahren, wie Sie Ihren Darm auf natürliche Weise heilen können!

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